Komposit-Wraps gelten als anerkannte Dauerlösung — wenn die Auslegung stimmt. Was ISO 24817 wirklich verlangt.
Komposit-Reparaturen mit faserverstärkten Wraps sind seit der ersten Ausgabe der ISO 24817 (2017, jetzt 2017 + Amd 1:2020) als permanente Reparaturlösung anerkannt — vorausgesetzt, die Auslegung folgt der Norm.
Drei Reparaturklassen
- Klasse 1: Korrosion ohne Leckage. Standardanwendung, lange Lebensdauer.
- Klasse 2: Aktives Leck. Wrap + Sealant, sofortige Abdichtung.
- Klasse 3: Strukturelle Defekte (Risse, dünnste Stellen). Auslegung als tragende Komponente.
Auslegungs-Eingaben
ISO 24817 verlangt: aktuelle Wandstärke (UT), Restdruck, Mediendaten, erwartete Lebensdauer (5–20 Jahre), Werkstoff- und Faserdaten des Wrap-Systems. Daraus berechnet sich Wickel-Anzahl und Wickel-Breite.
Praxis-Tipp
HSOS empfiehlt zusätzliche FFS-Bewertung nach API 579 — viele Auftraggeber-Spezifikationen verlangen das ausdrücklich.
